Beim Schielen unterscheidet man grundsätzlich zwischen manifest und latent.
Manifestes Schielen
Beim manifesten Schielen handelt es sich um eine Abweichung eines Auges von der geforderten Blickrichtung.
Es kann sich handeln um ein Innenschielen, Aussenschielen oder Höhenschielen (ev. auch kombiniert). Die Augenbeweglichkeit ist meist normal, eine Besonderheit stellt das Lähmungsschielen dar.
Wichtig ist die Unterscheidung eines einseitigen Schielens (rechts oder links) von einem wechselseitigen Schielen.
Beim einseitigen Schielen kann das schielende Auge meist nicht fixieren und bleibt stark reduziert sehfähig (Schwachsichtigkeit) bzw. verliert ggf. die bereits vorhandene Sehstärke. Das einseitige Schielen ist häufig angeboren oder früh erworben.
Beim wechselseitigen Schielen sind beide Augen meist funktionell gleichwertig. Es ist meist angeboren, kann aber auch noch in den ersten Lebensjahren auftreten.
Warum ist Schielen nicht nur ein Schönheitsfehler (Silberblick)?
Weil insbesondere beim einseitigen Schielen ein hochgradiges Risiko einer Schwachsichtigkeit (=Amblyopie) besteht. Der Seheindruck des schielenden Auges wird vom Gehirn nicht aufgenommen, das Auge kann nicht sehen lernen .
Wann und wo soll ich mein Kind vorstellen?
Sofort bei Verdacht auf Schielen auch schon im Säuglingsalter (Sehschule)
Wie wird Schielen behandelt?
Latentes Schielen (=Heterophorie)
Die Behandlung ist abhängig von der Ursache, Abklärung in der Sehschule.