Ferienabwesenheit

Die Praxis bleibt geschlossen von Montag, 16. August 2010, bis Montag, 06. September 2010.

Die Vertretung wird übernommen von der Augenarztpraxis Drs. Grosskopf in Bad Säckingen.

In Notfällen wenden Sie sich bitte an das Deutsche Rote Kreuz.

Schielen (= Strabismus)

Beim Schielen unterscheidet man grundsätzlich zwischen manifest und latent.

Manifestes Schielen

Beim manifesten Schielen handelt es sich um eine Abweichung eines Auges von der geforderten Blickrichtung.

Es kann sich handeln um ein Innenschielen, Aussenschielen oder Höhenschielen (ev. auch kombiniert). Die Augenbeweglichkeit ist meist normal, eine Besonderheit stellt das Lähmungsschielen dar.

Wichtig ist die Unterscheidung eines einseitigen Schielens (rechts oder links) von einem wechselseitigen Schielen.

Beim einseitigen Schielen kann das schielende Auge meist nicht fixieren und bleibt stark reduziert sehfähig (Schwachsichtigkeit) bzw. verliert ggf. die bereits vorhandene Sehstärke. Das einseitige Schielen ist häufig angeboren oder früh erworben.

Beim wechselseitigen Schielen sind beide Augen meist funktionell gleichwertig. Es ist meist angeboren, kann aber auch noch in den ersten Lebensjahren auftreten.

Warum ist Schielen nicht nur ein Schönheitsfehler (Silberblick)?
Weil insbesondere beim einseitigen Schielen ein hochgradiges Risiko einer Schwachsichtigkeit (=Amblyopie) besteht. Der Seheindruck des schielenden Auges wird vom Gehirn nicht aufgenommen, das Auge kann nicht sehen lernen .

Wann und wo soll ich mein Kind vorstellen?
Sofort bei Verdacht auf Schielen auch schon im Säuglingsalter (Sehschule)

Wie wird Schielen behandelt?

  1. ausführliche Diagnostik und Augenarzt
  2. Feststellung von Brechungsfehlern
  3. Okklusionstherapie je nach Notwendigkeit (Sehschule)


Latentes Schielen (=Heterophorie)

  • Das latente Schielen ist nur nachweisbar, wenn die Fusion (die beidäugige Zusammenarbeit) aufgehoben wird.
  • Die Diagnose wird durch den Augenarzt oder die Orthoptistin gestellt. 
  • Die Betroffenen klagen häufig über Ermüdungserscheinungen nach Belastung der Augen bis hin zu Kopfschmerzen, selten sogar mit zeitweiser Doppelbildwahrnehmung.


Die Behandlung ist abhängig von der Ursache, Abklärung in der Sehschule.